Gerwen (Gerwischkehmen bis 1938)
 
Die Kirche ist ein verputzter Ziegelbau auf einem Feldsteinfundament ohne Kirchturm aus den Jahren 1803 bis 1805. Das Innere ist sehr einfach nach Art der ostpreußischen Einwandererkirchen.

 

Bilder 1 + 2 zeigen die Kirche außen - Bild 3 zeigt den Innenbereich mit Blick auf den Kanzel-Altar 1934

Zu Bild 3: Die Kirche ist geschmückt aus Anlass eines Kreisfestes der evangelischen Frauenhilfe, das in Gerwen gefeiert wurde. Das Wappen der evangelischen Frauenhilfe an der Kanzel - weißes Kreuz auf violettem Grund - ist aus Astern angefertigt worden. 

Die aktuelle Situation
 
Während des 2. Weltkrieges war die Kirche 1945 Artelleriebeschuß ausgesetzt. Daran erinnert eine zugemauerte Bresche in der Ostmauer. Die Kirche wurde als Lagerhalle für Kunstdünger genutzt.
 
1989 wurde das Dach mit Asbestzementplatte gedeckt und die Sakristei abgerissen. Mit Ausnahmen wurden alle Fenster zugemauert, ebenso Ost- und Südeingang. Im Westen und Osten wurden quadratische Tore als Autoeinfahrten durchgebrochen. Im Süden wurde ein offener hölzener Schuppen angebaut.
 
Seit 1995 ist die Kirche nicht mehr genutzt. Die Siedlung ist stark verwahrlost.
 

Bild 4: Der Zustand im Jahre 1994 


Erlebnisse des Webmasters
 
Bei meinem Besuch im August 2005 habe ich die leerstehende Ruine besichtigt. Im Inneren ist ein Lehmboden, an den Wänden sind noch Reste von Wandbildern und Sprüchen zu erkennen. Eine Reiseteilnehmerin, die noch als Kind die Kirche als Gotteshaus erlebt hat, konnte uns die Sprüche vorlesen und die Bildmotive schildern.
 

Bild 5 + 6: So sah die ehemalige Kirche 2005 aus