Übersicht
Quelle: Gumbinnen von Dr. Grenz
 
Moorhof (Uszupönen mit Gut): Kirchspiel Branden (Ischdaggen). Amtsbezirk und Standesamtsbezirk Branden (Ischdaggen). E.: 152. GH.: 720,— RM G.: 568 ha. —
 
Eingeschult nach Groß-Gauden (Groß-Gaudischkehmen). —
 
1937: Bürgermeister Bauer Albert Hagen. —
 
Post: Kraupischkehmen über Insterburg 2 (16 km). —
 
Landwirte: Albert Hagen, Fritz Hagen, Hans Hagen, Karl Hoffmann, Albert Janert, Hermann Kühn, Adolf Mallasch (Landwirt und Elektromonteur), Albert Naujoks (Landwirt und Müller), Emma Pannke, Hugo Pannke, Karl Petri, Otto Pottel, Johann Schatz, Karl Schatz, Reinhold Schatz, Ernst Stuhler, Gustav Thier, Franz Weiß, Franz Weiß jun.
 
Besitzer: Fritz Atrott. —
 
Jungbauern: Albert Hagen, Theodor Pannke. —
 
Handwerker: Elektriker Albert Häntrich, Schlosser Franz Jenett, Elektromonteur und Landwirt Adolf Mallasch, Hofschmied Richard Mertins, Müller und Landw. Albert Naujoks. —
 
Hausgehilfin Emilie Didschuneit, Kutscher August Kublun, Wirtsch.-Gehilfe Kurt Noruschat, Melker Gustav Waldinger. —
 
Deputanten: August Gudat, Franz Mörmel, Otto Ussat. —
 
Arbeiter: Franz Demant, Fritz Meyer (Freiarbeiter), Hans Noreikat (Freiarbeiter), Kurt Zimmer. —
 
Sozialstatus: 3 Altsitzerinnen, 2 Witwen, 1 Rentnerin, 1 Rentenempfänger, 1 Rentenempfängerin. —
 
Im Ortsteil Gut Uszupönen 1937: Landwirt Ernst Lörtzer, Melker Friedrich Jusko, Eleve Karl Kybart, Deputanten: Fritz Hohnwald, Eduard Juschkeit, Friedrich Noreikat, Franz Strunskus, Emil Waselowski, Witwen Auguste Strunskus und Auguste Zimmer, Rentenempfängerin Karoline Waselowski. —
 
Dorf Uszupönen 1925: Gutsbesitzer Hugo Pannke, Hofschmied Franz Naujoks, Kutscher August Kublun, Hausmädchen Emilie Didßuneit, Lisbeth Meyer, 13 Besitzer. —
 
Gut Uszupönen: Gutsbesitzer Ernst Lörtzer, Hausmädchen Emma Weichler und Elise Falk, 5 Deputanten, 1 Kutscher, 2 Hofgänger. —
 
Der letzte Amtsbezirksvorsteher Fritz Niklaus liefert folgenden Beriebt über den Ort:
 
„Die Gemeinde Moorhof hatte zum größten Teil schweren Boden.
Die Eigentümer: (zum Zeitpunkt der Vertreibung): Albert Janert 35,38 ha. Hermann Kühn 15,00 ha. Ernst Loertzer 165,00 ha. Eliese Mallasch 4,22 ha. Emma Pannke 75,00 ha. Karl Petri 10,78 ha. Johann Schatz 18,50 ha. Gustav Thier 10,50 ha. Franz Weiss 30,00 ha. Fritz Atrott 8,25 ha. Albert Hagen 43,25 ha. Karl Hoffmann 6,60 ha. Albert Naujoks 5,00 ha. Otto Pottel 15,00 ha. Ernst Stuhler 13,00 ha. Franz Jenett 0,75 ha.
Das Dorf Moorhof lag an der Angerapp. Eine Brücke führte nach Großgauden (Groß-Gaudischkehmen), wo auch die Kinder zur Schule gingen.
Der Bauer Naujoks hatte auf dem Steilhang zur Angerapp eine Bockwindmühle. Hier war am Sonntag im Sommer allgemeiner Treffpunkt für jung und alt.
Bei Herrn Loertzer war eine Deckstation für eingetragene Stuten.
Weiter hatte Moorhof eine sehr gute Jagd, da es am sogenannten Tarpupp-Moor grenzte.
Der Chronik nach war bis etwa 1818 auf dem Gehöft des Herrn Loertzer eine Oberförsterei".
 
Im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen ein ausgefüllter Ortsfragebogen - mit Skizze des Ortes und Bezeichnung der einzelnen Besitzer.
 
Der Ort wurde danach im 18. Jhdt. von Schweizern und Salzburgern besiedelt.

Zu erwähnen ist ferner die Lage des Ortes am Angermoor (Tarpupp-Moor).


Diese Website verwendet durch den Provider Cookies. Durch die fortgesetzte Nutzung von www.kreis-gumbinnen.de stimmen Sie dem Einsatz von Cookies auf unserer Website zu.
Weitere Informationen Ok