Übersicht – Quelle: Gumbinnen von Dr. Grenz

Angereck

Kirchspiel Branden (Ischdaggen). Amtsbezirk Angereck (Kampischkehmen). Standesamtbezirk Branden (Ischdaggen). E.: 337. GH.: 860,- RM. G.: 818 ha. –

Zweiklassige Volksschule, vor 1914 erbaut. 1925: Lehrer Friedrich Nee und Wilhelm Jopski. 1937: Werner Wolff und Schulamtsbewerber Ewald Budwasch. Lt. OF waren zuletzt 1. Lehrer Loeper und 2. Lehrer Budwasch im Amt.
1937: Bürgermeister Gustav Albat (nach OF bis zur Vertreibung im Amt). –
Post: Kampischkehmen über Gumbinnen (7 km). –
Domänenpächterin Gertrud von Lenski. –
Landwirte: Gustav Albat (Landwirt und Müller), August Didt, Franz Diedrigkeit, Emil Hefft, Otto Hoffmann, Otto Jacobeit, Berta Käding, Eduard Kratzat, Franz Meyer (Landwirt und Schmied), Otto Müller, Otto Schelsky, Otto Schelsky (Landwirt und Schuhmacher), Ernst Schmidt, Ida Techler. –
Bauern: Fritz Didt (Jungbauer), Fritz Jenett, Erich Kasten (Jungbauer), Friedrich Krauledat, Kurt Krauledat (Jungbauer), Walter Neumann, Gustav Pesties, Otto Strack, Otto Techler, Paul Tomuschat, Hans Torner. –
Handwerker: Müller und Landwirt Gustav Albat, Stellmacher Gustav Balzulat, Schneiderin Minna Balczulat, Schneidermeister Johann Diedrigkeit, Schmiedemeister Erich Hochleitner, Stellmachergeselle Gerhard Kratzat, Schmied und Landwirt Franz Meyer, Schuhmacher und Landwirt Otto Schelsky, Maurer Karl Teschner. –
Weitere Berufe: Kutscher Heinz Eglinski, Kraftfahrer Otto Förster, Heizer Kurt Goldau, Eisenbahnbediensteter Otto Grigoschat, Melker August Marsell, Melker Emil Paulat, Hilfsweichenwärter Karl Quednau, Kutscher Gustav Schell, Gastwirt Artur Schiwy, Kutscher Erich Seidler. –
Deputanten: August Autsch, Fritz Bewersdorf, Ernst Jonat, Gottlieb Melang, Fritz Naujokat, Franz Trupkat. –
Hofgänger: Otto Chmara, Willi Held. –
Arbeiter: Franz Bach (Landarbeiter), Franz Bodendorf, Fritz Förster, Friedrich Jonat, Walter Jonat, Gustav Naujokat (Freiarbeiter), Johann Neumann, Otto Urmoneit (Freiarbeiter), Fritz Ußkilat, Meta Ziolkowski (Arbeiterin).
Sozialstatus: 11 Altsitzer, 1 Altsitzerin, 3 Rentenempfänger, 5 Rentenempfängerinnen, 4 Rentner, 1 Witwe, 1 Kriegerwitwe, 1 Kriegsinvalide. –

Im Ortsteil Domäne Kampischkehmen 1937:

Landwirt Siegfried Hesselbarth, Inspektor Karl Schiemann, Stellmacher Emil Renkwitz, Obermelker Adolf Fischer,
Deputanten: Karl Aßmus, Gustav Bähr, Friedrich Harpain, Franz Kledewski, Wilhelm Scheffler, August Steiner, Albert Uszkilat.
Arbeiter: Otto Diedrigkeit, Gottlieb Held, Franz Naujokat, Otto Petokleit, Wilhelm Teschner.
Rentner: Karl Aßmus, Friedrich Förster, Friedrich Steiner. –

1925 – Dorf Kampischkehmen:

16 Besitzer, 1 Gastwirt, 6 Kätner, 1 Schneider, 1 Tischler, 1 Schuhmacher, 2 Maurer, 1 Schmied. –

1925 – Domäne Kampischkehmen:

Domänenpächter Oberamtmann Kurt von Lenski, 1 Inspektor, 1 Wirtin, 2 Hausmädchen, 1 Kutscher, 1 Gärtner, 6 Gespannführer, 1 Schmiedemeister, 1 Schweizer, 1 Stellmacher. –

Im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen 1 Ortsfragebogen von 1966.

Danach letzter Amtsvorsteher Zitzewitz aus Norbuden (Amtsbezirk Angereck).
In der Gastwirtschaft Schiwy gleichzeitig 1 Kaufladen.
Zuletzt waren als selbständige Handwerker tätig: Gustav Balzulat, Johann Diedrigkeit und Franz Meyer sowie Otto Schelsky.
Im Ersten Weltkrieg 5 Gefallene, im Zweiten Weltkrieg 23.
Auf einern Beiblatt aufgezählt:
12 Erbhofbauern: August Didt, Kar! Gause, Fritz Jenett, Otto Kasten, Eduard Kratzat, Friedrich Krauledat, Walter Neumann, Gustav Pesties, Artur Schiwy, Otto Techler, Paul Tomuschat, Ella Torner. –
14 Landwirte: Gustav Albat, Franz Diedrigkeit, Otto Diedrigkeit, Emil Hefft, Otto Hoffmann, Otto Jakobeit, Berta Käding, Berta Kuhrau, Marta Lunau, Franz Meyer, Otto Müller, Ernst Schmidt, Otto Schelsky, Friedrich Struwe.
Auf der Domäne Siegfried Hesselbarth.
An das Beiblatt angeheftet eine Ortsskizze mit Eintragung der Gehöfte, 1 Windmühle (von Gustav Albat) und der Schule. (Ausfüller unbekannt). Das Dorf lag an der Angerapp. –
Nach Ausführungen von Bruno Schmalong vom 26.08.1966 fanden in der Gaststätte die Zusammenkünfte des landwirtschaftlichen Vereins, des Sportvereins und des Reitervereins statt. Die Domäne wurde vorbildlich bewirtschaftet. Er bestätigt im übrigen nochmals das Bestehen einer zweiklassigen Volksschule am Ort.
1539 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes.
11.05.1737 Gründung der Schule.
1899 Die Posthilfsstelle wird in eine Postagentur umgewandelt.
1904 Kurt von Lenski übernimmt die Königlich Preußische Domäne Kampischkehmen.
um 1923 Gründung eines Reitervereins.
1931 Die Postagentur wird in eine Poststelle I umgewandelt.
14.10.1933 Bildung der Entwässerungsgenossenschaft Kampischkehmen-Gerwischken mit Sitz in Kampischkehmen.
16.07.1938 Änderung des Ortsnamens von Kampischkehmen in Angereck.
01.04.1939 Die Poststelle I in Angereck wird in eine Poststelle II umgewandelt.
21.10.1945 Aus dem Kriegstagebuch der deutschen Wehrmacht: „Zur Verlängerung des Panzerriegels der Flakabteilung 802 mit fünf Kampfgruppen werden das 1. Flakregiment 20 der Division „Hermann Göring“ und das 1. Flakregiment 5 der 18. Flakdivision über Turen und Angereck bis an die Angerapp eingesetzt. Im Rahmen der Panzerschlacht bei Gumbinnen wird u.a. Angereck im Gegenangriff zurückerobert.

Domänenamt

Nach Angaben für 1818 Stannaitschen

Einwohner

Dorf
Nach Angaben für 1818 226
Am 02.12.1895 260, dav. 134 männliche
Gutsbezirk
Nach Angaben für 1818 110
Am 02.12.1895 146, dav. 72 männliche
Gemeinde
Am 16.06.1925 334, dav. 171 männliche
Am 07.05.1939 337, dav. 171 männliche