Übersicht – Quelle: Gumbinnen von Dr. Grenz

Eggenhof Ostpr.

(Kuttkuhnen): Kirchspiel Gumbinnen-Altstadt. Amtsbezirk Wolfseck (Wilkoschen). Standesamtsbezirk Gumbinnen. – E.: 122. GH.: 1040.- RM. G.: 297 ha. –

Eingeschult nach Turen (Thuren). –
1937: Bürgermeister Bauer Emil Kowalewsky (lt. OF bis zur Vertreibung im Amt). –
Post: Kuttkuhnen über Gumbinnen (4 km). Abbau Heisel, Kowalewski, Thierfeldt Post Gumbinnen A.
Landwirte: Gustav Bernecker, Erich Gottschalk, Arnold Haase (auch Kaufmann), Christine Haase, Emil Heisel, Franz Hundertmark (auch Schmied), Emil Kowalewsky, Bruno Schmalong, Franz Thierfeldt. –
1925: die Handwerker : Korbmacher Fritz und Wilhelm Basner, Schmied Fritz Gerulis, Stellmacher Fritz Endruweit.
Weitere Berufe: 
1937: Müller Bernhard Haase, Gestütsoberw. i. R. Karl Kerinnes, Deputant-Melker Hans Leichert, Fuhrhalter Oskar Müller, Kontrollassistent David Preugschas, Gendarmerie-Hauptwamtmeister August Purwin, Oberstraßenmeisterwitwe A. Schulz, Melker Ludwig Tomasmewski; außerdem 4 Knechte, 4 Deputanten, 8 Arbeiter. – 
1925: noch ein Chausseearbeiter August Thielert, Gastwirt Adolf Pöwe, Stütze Marta Grigoleit und 5 Besitzer. –
 
Im Archiv der Kreisgemeinsmaft Gumbinnen 1 Ortsfragebogen von 1966 mit Ortsskizze und Eintragung der Besitzer.
Im Ersten Weltkrieg 1 Gefallener, im Zweiten Weltkrieg 6 Gefallene.
Polizeiposten am Ort mit Gendarmeriemeister Hasse.
Buslinie Gumbinnen-Nemmersdorf.

Überblick
Quelle: Arbeitsbriefe von Erwin Heisrath

Altersaufbau der Bevölkerung
Nach Angaben für 1939
Unter 6 Jahre alt = 23
Von 6 – 14 Jahre alt = 21
Von 14 – 65 Jahre alt = 74
65 Jahre und älter = 4

Amtsbauern
Nach Angaben für Juni 1736 14, davon 1 Uckermärker
2 Hanauer
2 Pfälzer
2 Franken
1 Magdeburger
1 Schweizer
1 Naßauer
3 Litauer

Amtsbezirk
Nach Angaben für 1736. 1785 und 1818 Bouylien bzw. Buylien
(gelegentlich wird 1724 und 1736 auch
Maygunischken angegeben)
Nach bis 1895 zurückl. Angaben Wiloschen bzw. Wolfseck

Amtsgericht Gumbinnen

Bauwerke, Einrichtungen, Betriebe usw.
Feuerstellen
Nach Angaben für 1785 = 14
Nach Angaben für 1818 = 14
Gebäude
Nach Angaben für 1869 = 39
Haushaltungen
Nach Angaben für 1818 = 14
Am 02.12.1895 = 19, davon 18 mit 2 und mehr Personen
1 mit einer alleinsteh. weibl. Person
Am 16.06.1925 = 25
Nach Angaben für 1939 = 27
Restaurationsbetriebe
Nach Angaben für 1930 = 1
Schmieden
Nach Angaben für 1930 = 1
Wohnhäuser
Am 02.12.1895 = 12
Am 16.06.1925 = 14

Einzelne
(Bei den nachfolgend genannten Hufen und Morgen dürfte es sich um oletzkoische Maße handeln, danach bedeuten 1 Hufen = 15,65 Hektar und 1 Morgen = 0,52 Hektar)Martin Andres (bzw. Anders), Amtsbauer (Magdeburg-Halberst.)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 21 Morgen 128.4/7 Ruthen
Milckus Auschratis, Amtsbauer (Litauer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 1 Hufe
Michael Becken
Grundstücksgröße
Nach Angaben für 1713 = 1 Hufe 19 Morgen 150 Ruthen
Gustav Bernecker
Grundstücksgröße
Nach Angaben für 1932 = 95 ha, davon 54 ha Acker- u. Gartenland
15 ha Wiesen
20 ha Weiden
2 ha Unland, Hofraum, Wege
4 ha Wasser
Pferde
Nach Angaben für 1932 = 12
Rinder
Nach Angaben für 1932 = 62, davon 25 Kühe
Schweine
Nach Angaben für 1932 = 18
Milchlieferung
Nach Angaben für 1942 = 55.081 kg = Erlös 0.971,43 RM
Zacharias Creutzmann, Amtsbauer
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 21 Morgen 128.4/7 Ruthen
Conrad Dahlhammer, Amtsbauer (Hanauer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 1 Hufe 15 Morgen
Andres Flick, Amtsbauer (Pfälzer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 1 Hufe
Burg Herrmann (bzw. Dahlheimer), Amtsbauer (Franke aus Hanau)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 1 Hufe
Nicklaus (bzw. Nicolaus) Hornung, Amtsbauer,
(Pfälzer) Müller und Zimmermann
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 1 Hufe 7 Morgen 277 Ruthen
Christoph Konapsis, Amtsbauer (Litauer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 1 Hufe
Emil Kowalski
Grundstücksgröße
Nach Angaben für 1932 = 34 ha, davon 25 ha Acker- u. Gartenland
2 ha Wiesen
5 ha Weiden
2 ha Unland, Hofraum, Wege
Pferde
Nach Angaben für 1932 = 5
Rinder
Nach Angaben für 1932 = 20, davon 7 Kühe
Schweine
Nach Angaben für 1932 = 9
Milchlieferung
Nach Angaben für 1942 = 14.140 kg = Erlös 2.550,30 RM
Conrad Löhr (bzw. Lehr), Amtsbauer (Franke, aus
Ostheim/Hanau)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 21 Morgen
Jurgis Pellukatis, Amtsbauer (Litauer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 21 Morgen
Bruno Schamlong
Grundstücksgröße
Nach Angaben für 1932 = 99 ha, davon 64 ha Acker- u. Gartenland
5 ha Wiesen
25 ha Weiden
5 ha Holzungen
Pferde
Nach Angaben für 1932 = 14
Rinder
Nach Angaben für 1932 = 60, davon 20 Kühe
Schweine
Nach Angaben für 1932 = 14
Milchlieferung
Nach Angaben für 1942 = 66.020 kg = Erlös 11.971,60 RM
Christoph Stamm, Amtsbauer (Naßauer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 21 Morgen 128.4/7 Ruthen
Christian Tews, Amtsbauer (Uckermärker)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für 1713 = 2 Hufen 6 Morgen
Nach Angaben für Juni 1736 = 1 Hufe
Johann Heinrich Tietz, Amtsbauer (Hanauer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 21 Morgen
Teiß Tischhäuser (bzw. Tischheuser), Amtsbauer
(Deutsch-Schweizer)
Grundstücksgröße
Nach Angaben für Juni 1736 = 21 Morgen 128.4/7 RuthenBerufe, Stände
Arbeiter
Nach Angaben für 1925 = 1 Chausseearbeiter
Nach Angaben für 1937 = 8
Nach Angaben für 1939 = 82
Beamte und Angestellte
Nach Angaben für 1939 = 3
Besitzer
Nach Angaben für 1887 = 7
Nach Angaben für 1925 = 5
Deputanten
Nach Angaben für 1937 = 5, davon 1 Deputant und Melker
Fuhrhalter
Nach Angaben für 1937 = 1
Gastwirte
Nach Angaben für 1887 = 1
Nach Angaben für 1925 = 1
Gendarmeriebeamte
Nach Angaben für 1937 = 1 Gendarmerie-Hauptwachtmeister
Gestütsbeamte
Nach Angaben für 1937 = 1 Gestütsoberwärter i.R.
Knechte
Nach Angaben für 1937 = 4
Kontrollassistenten
Nach Angaben für 1937 = 1
Korbmacher
Nach Angaben für 1925 = 2
Landwirte
Nach Angaben für 1937 = 9, davon 1 Landwirt und Kaufmann
1 Landwirt und Schmied
Melker
Nach Angaben für 1937 = 1
Mithelfende Familienangehörige
Nach Angaben für 1939 10
Müller
Nach Angaben für 1937 = 1
Riemer
Nach Angaben für 1887 = 1
Schmiede
Nach Angaben für 1887 = 1
Nach Angaben für 1925 = 1
Selbständige
Nach Angaben für 1939 = 20
Stellmacher
Nach Angaben für 1925 = 1
Stützen
Nach Angaben für 1925 = 1 Stütze
Witwen
Nach Angaben für 1937 = 1 OberstraßenmeisterwitweBezeichnung
Nach Angaben für 1785 melirt Dorf
Nach Angaben für 1818 meliert Dorf
Nach Angaben für 1869 erbfrei Koloniedorf und scharwerkfrei Dorf

Bürgermeister
Nach Angaben für 1937 und 1944 Emil Kowalewsky

Daten
1539 Erste Erwähnung eines Zinsers in Kampischkehmen, aus dessen Namen der Ortsname des Ortes Kuttkuhnen abzuleiten ist.
1590 Das Dorf wird erstmals im Kirchspielverzeichnis genannt.

1882 In Kuttkuhnen wird eine Posthilfsstelle eingerichtet.
16.07.1938 Änderung des Ortsnamens von Kuttkuhnen in Eggenhof.
01.04.1939 Die Posthilfsstelle Eggenhof wird in eine Poststelle II umgewandelt.
21.10.1944 Sowjetische Truppen treten aus Richtung Richtfelde und Plicker Berge zum Angriff auf Eggenhof an. Feindliche Infanterie geht am Südrand des Ortes vorbei und überschreitet die Straße Gumbinnen-Nemmersdorf. Am Nachmittag erreichen Stoßtrupps Eggenhof.Domänenamt siehe AmtsbezirkEinwohner
Nach Angaben für 1818 = 77
Nach Angaben für 1869 = 123
Am 02.12.1895 = 119
Am 16.06.1925 = 123
Nach Angaben für 1937 = 121
Am 17.05.1939 = 122, davon 64 männlicheEisenbahn Gumbinnen

Entfernungen
Eggenhof – Gumbinnen 4 km

Gemeindehektarsatz
Nach letzten Angaben 1.040,- RM

Geografisches
Lage südlich von Gumbinnen

Größe
Nach Angaben für 1869 1153 Morgen 69 Ruthen
Nach Angaben für Dez. 1895 295,2 ha
Nach Angaben für 1930 297,1
Nach letzten Angaben 297 ha

Justizamt
Nach Angaben für 1785 Gumbinnen

Justizkreis
Nach Angaben für 1785 Insterburg

Kirchenzuständigkeit
Für evangelisch-lutherische Christen s. Kirchspiel
Für evangelisch-reformierte Christen
Nach Angaben für 1912/13 Gumbinnen-Neustadt
Für römisch-katholische Christen
Nach Angaben für 1895 Insterburg
Nach bis 1925 zurückl. Angaben Gumbinnen

Kirchspiel
Nach Angaben für 1577 und 1631 Nemmersdorf
Nach Angaben für 1785, 1808 und 1820 Gumbinnen
Nach bis 1912 zurückl. Angaben Gumbinnen-Altstadt

Konfessionszugehörigkeit
Evangelische Christen
Am 02.12.1895 = 119
Am 16.06.1925 = 122

Kreis
Bis Anfang des 18. Jahrhunderts Samländischer Kreis
Von Anfang des 18. Jahrhunderts bis 1818 Landräthlicher Kreis Insterburg
Ab 1818 Gumbinnen

Kriegsgräber
Aus den Kämpfen im September 1914 1 Deutscher

Kriegsopfer
Gefallene
1. Weltkrieg 1
2. Weltkrieg 6

Landgericht Insterburg

Landwirtschaftliche Betriebsgrößen
Von 0,5 – 5 ha
Nach Angaben für 1939 = 2
Von 5 – 10 ha
Nach Angaben für 1939 = 1
Von 10 – 20 ha
Nach Angaben für 1939 = 3
Von 20 – 100 ha
Nach Angaben für 1930 = 3
Nach Angaben für 1939 = 3

Lebensgrundlagen
Nach Angaben für 1939
In Land- und Forstwirtschaft = 82
In Industrie und Handwerk = 21
Im Handel und Verlehr = 7

Namen (Ortsnamen)
Letzter Name vor der Umbenennung 1938
für Eggenhof Kuttkuhnen
Andere Namen bzw. Schreibweisen
für Kuttkuhnen 1583: Kutkunen
1724: Kutkuhnen
1736: Kutckuhnen
außerdem findet man:
Kudtkunen
Russischer Name nach 1945
für Eggenhof Waluiskoje
Deutung des Namens
Kuttkuhnen: Der Ortsname stammt von dem Namen des Zinsers von um 1555 „Kuthkus“ ab.
Waluiskoje Dem Namen dürfte das Wort „wal = der Wall“ zugrunde liegen.
Verwechselungsgefahr
für Kuttkuhnen mit Kutkuhnen, Post Puschdorf, Kr. Insterburg
Kuttkuhnen, Kr. Tilsit-Ragnit

Patron
Nach Angaben für 1785 der König

Polizei
Nach Angaben für 1931 Kuttkuhnen
Beamter: Landjäger Purwien
Nach letzten Angaben Eggenhof
Beamter: Gendarmeriemeister Hasse
Post
Nach Angaben für 1887, 1913 und 1932 Gumbinnen
Nach Angaben für 1937
Dorf Kuttkuhnen Kuttkuhnen über Gumbinnen
Abbau Heisel, Kowalewski u. Thierfeldt Gumbinnen A.
Nach letzten Angaben Eggenhof

Posthilfsstelle
Nach Angaben für 1913 Kuttkuhnen

Schule
Nach bis 1869 zurückl. Angaben Thuren bzw. Turen

Schulzenamt
Nach Angaben für 1590 Endrunisches

Standesamtsbezirk
Nach Angaben für 1925 Gumbinnen

Steuern und Abgaben
Gemeindeabgaben
Nach Angaben für 1869 = 50 Thaler
Gewerbesteuern
Nach Angaben für 1869 = 4 Thaler
Grundsteuern
Nach Angaben für 1869 = 84 Thaler 7 Silbergroschen
Grundsteuerreinertrag
Nach Angaben für 1930 durchschnittl. = 13,53 RM je Hektar
Kleinsteuern
Nach Angaben für 1869 = 148 Thaler = 8 Silbergroschen 5 Pfennig
Kreisabgaben
Nach Angaben für 1869 = 31 Thaler = 23 Silbergroschen 8 Pfennig
Schulabgaben
Nach Angaben für 1869 = 3 Scheffel 2. 2/3 Metz Roggen
1 Scheffel 9. 1/3 Metz Gerste
6 Thaler 25 Silbergroschen

Telefonanschlüsse
Nach Angaben für 1931 = 5
Nach Angaben für 1942 = 7

Vereine
Landwirtschaftlicher Verein
Nach Angaben für 1900 = 1

Viehbestand
Nach Angaben für 1869 = 44 Pferde
96 Rinder
91 Schafe
65 Schweine

Wohnplätze
Nach Angaben für Dez. 1895 = 1
Am 16.06.1925 = 1



Aus: Sonderbeilage zum Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen – Stück 23 vom 3. Juni 1938

Entscheidung des Oberpräsidenten
Gemäß §§ 15 und 117 Abs. 3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 – RGBl. I S. 49 – werden mit Wirkung vom 3. Juni 1938 folgende Änderungen von Gemeindenamen und Gemeindeteilnamen in Kraft gesetzt:
Kreis Gumbinnen

Lfd Alter Gemeindename. Neuer Gemeindename
Nr. bezw. bezw.
Alter Gemeindeteilname Neuer Gemeindeteilname
_______________________________________________________________________________________

Gemeinde Kuttkuhnen Gemeinde Eggenhof

* * * * *
Otto Barkowski – Die Besiedlung des Hauptamtes Insterburg 1525 – 1603 – Hamburg 1993

4. Kapitel
die Zinsregister von 1539 und 1542 und das Verzeichnis der Wirte von 1540

Was Karge über das Verzeichnis der Hufen und Haken des Amtes Insterburg vom Jahre 1446 gesagt hat, daß die Personennamen preußisch oder deutsch seien, gilt bei diesen Ortschaften mit wenigen Ausnahmen auch für das Zinsregister von 1539. Die folgenden Siedlungen in der ehemaligen Wildnis östlich Insterburg sind . . . . . vor 1539 in keiner Urkunde genannt.

63. Campischken, Campischkenn 1540, jetzt Kampischkehmen Ksp. Ischdaggen Kr. Gumbinnen. 1539 und
1540: 12, 1542: 10 Wirte. Die Namen der Dörfer unter anderem Kuttkuhnen . . . . finden sich bereits in den
Namen der Zinser vor.

Otto Barkowski – Die Besiedlung des Hauptamtes Insterburg 1525 – 1603 – Hamburg 1993

6. Kapitel
Die Geldrechnungen des Amtes Insterburg aus den Jahren 1554/55, 1555/56, 1557/58, 1564/65

Für die zehn Jahre von 1554 bis 1564 geben uns die Amtsrechnungen von 1554/55, 1555/56, 1557/58, 1564/65 ein ziemlich genaues Bild der Zunahme der Bevölkerung und des Fortschrittes der Kolonisation. . . . . Ein Vergleich mit der Liste von 1555/56 zeigt, daß die meisten dieser Siedlungen schon vorher bestanden, nur noch keinen besonderen Namen führten. . . . . Alle 4 Amtsrechnungen haben Einteilungen in die 13 Schulzenämter, die ich bei der Besprechung der einzelnen Dörfer zugrunde lege.

G. Schulz Andrunn (Andrun), seit 1557/58 Schulz Melicher . . . . .

2. Kwarckaw. Vielleicht Twarkaw, Twargowischken, heute Stulgen Ksp. und Kr. Gumbinnen. 1555/56 heißt ein Zinser Kuthkus, nach ihm hat wohl das Dorf Kuttkuhnen seinen Namen, das an Stulgen grenzt. In den Kirchspielverzeichnis von 1590 erscheint bereits Kutkunen neben Twargowuschken. 4 Zinser. 1554/55 bis 1564/65 einschließlich 2 Neuzinser.

* * * * *
aus: Max Dehnen – Die Kriegsgräber von 1914 im Kreise Gumbinnen – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

Das XX. Armeekorps bricht am 8. September von Rastenburg aus gegen die russischen Stellungen vor. Ab 11. September befindet es sich auf der Verfolgung der Russen und berührt dabei den Kreis Gumbinnen. Dabei kommt es häufig zu Feindberührungen, und es gibt einige Tote. Gräber aus diesen Gefechten befinden sich in
Eggenhof (Kuttkuhnen), Dorffriedhof: Kanonier Neumann vom Fußartillerie-Regiment 5.

* * * * *
G. Froelich: Litauische Kirchen und Dörfer im Hauptamt Insterburg um das Jahr 1590 – in: Zeitschrift der Altertumsgesellschaft Insterburg – Heft 15 (1914)
Daher erging im Jahre 1590 an die Pfarrer sowie Schulzen des Hauptamtes der Befehl, Dörferverzeichnisse aufzustellen und dem Amte einzureichen. Die Visitatoren wieder beauftragten den Pfarrer des Hauptamtes, im Verein mit dem Herrn Caplan und Kirchenvater diese Verzeichnisse durchzusehen. . . . .
Wir haben also in diesen 23 Blättern die Berichte der Pfarrer und Schulzen vor uns, die im Jahre 1590 den Visitatoren eingereicht sind.
Der besseren Übersicht wegen sollen links die Dörferverzeichnisse der Schulzen, rechts die der Pfarrer wiedergegeben werden.. . . .
__________________________________________________________________________________________
Nummer Dorfverzeichnis des Landschulzen des Pfarrer

1 Baltzer Schultze Dörffer so zur Kirchen
Gumbinnen nachsten sindt Meilen

2
Kutkunen ¾
Twarguwischken ¾
Gobenischken ¾
Diese 3 Dörffer Sindt Im Endrunischen
Schultzen Gebiette, aber der Kirchen
Gumbinnen neher gelegen.

20 Blatt 20 auf der rechten Hälfte beschrieben: Auf der linken steht nur:
Nemmerdorfischisch Kirchspiel
Rechts: Ein vorzeichnus des Nemersdorschen Kirspils.

II. Zum anderen die im andruschen Schultzentum sein gelegen:

Kutkunen Diese Dörfer sein 5 Viertel Weges von Nemersdorf und
5 Viertel Weges von Gumbinnen.

* * * * *
F.W.Klein – Ost- und Westpreußen – Ein Überblick über die Verwaltungseinheiten, den Kreisen mit den evangelischen Kirchspielen seit Beginn der Besiedlung – Schwörstadt 1996

Kirchspiele des Kreises Gumbinnen

Politische Gemeinde Eggenhof
1. Erwähnung 1938
Kreis Gumbinnen
Hinweise s. Kuttkuhnen
Kirchspiel 1931 Gumbinnen A.
Neue Namen Walujskoe

Ortsname Kudtkunen
Kreis Gumbinnen
Hinweise s. Kuttkuhnen

Ortsname Kutckuhnen
1. Erwähnung 1736
Kreis Gumbinnen
Hinweise s. Kuttkuhnen

Ortsname Kutkunen
1. Erwähnung 1583
Kreis Gumbinnen
Hinweise s. Kuttkuhnen
Kirchspiele des Kreises Gumbinnen

Ortsname Kuttkuhnen
Politische Gemeinde
1. Erwähnung 1539
Kreis Gumbinnen
Hinweise s. Eggenhof (1938)
Kirchspiel 1577/1631 Nemmersdorf
1785 Gumbinnen
1808/1812 Gumbinnen
1912/1913 Gumbinnen A
1931 Gumbinnen A
Neue Namen Walujkoe

* * * * *
aus: Sonderschrift des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Die evangelischen Kirchengemeinden in Ostpreußen und Westpreußen in den Pfarr-Almanachen von 1912 und 1913 – Hamburg 1987

IV. Diözese Gumbinnen
Kreis Gumbinnen
Kreis-Schul-Inspekt. Gumbinnen I, II

2. Gumbinnen-Altstadt

In der zu diesen Kirchspiel gehörenden Aufstellen der lutherischen Einwohner gehört unter. and. auch Kuttkuhnen, . . . . – (Die ref. E. halten sich zu Gumbinnen-Neustadt.)

* * * * *
aus: Ernst Zimmer – Die Post im Kreis Gumbinnen – Westerburg 1996

3.2 Liste der Postorte 1
nach Dr. Ernst Vogelsang

Eggenhof Poststelle II 1.4.1939

3.2 Liste der Postorte 3
nach Dr. Ernst Vogelsang

Kuttkuhnen 16.7.1938 in Eggenhof
Posthilfsstelle 1882

* * * * *
Eintragung in: Amtliches Fernsprechbuch für die Oberpostdirektion Königsberg Pr. u. Gumbinnen – 1931

Gumbinnen.
Postscheckkonto für Fernsprechgebühren: Königsberg, Pr. Nr. 21 223
(Selbstanschluß-Betrieb, ununterbrochene Verbindungsmöglichkeit)

Fernamt 0

Bernecker, Gutsbes. Kuttkuhnen 26 10

Gerullis, F. Schmiedemeister und Wagenbauer, Kuttkuhnen 23 13

Haase, Arnold, Gastwirt, Kuttkuhnen 22 75

Landjägerposten Kuttkuhnen 29 12

Schmalong, Gutsbes., Kuttkuhnen 23 84

Kuttkuhnen, Kr. Gumbinnen
Post Gumbinnen, Teiln. s. Gumbinnen

aus dem amtlichen Fernsprechbuch für 1942

Gumbinnen.
Wähldienst
Ferndienst: Fernamt Gumbinnen 0

Bernecker, Landwirt, Eggenhof 26 10

Gendarmerie:

Eggenhof, Gend.Hauptwachtmstr. Purwin 29 12

Gottschalk, Erich, Bauer, Eggenhof ü. Gumbinnen 24 86

Haase, Arnold, Gastwirt, Eggenhof 22 75

Hundsdörfer, Walter, Eggenhof b. Gumbinnen 24 86

Müller, Robert, Eggenhof 22 26

Schmalong, Landwirt, Eggenhof 23 84

* * * * *
aus: Die Dienstbezirke der Landjägerei nach „Verwaltungsbericht des Kreises Gumbinnen für 1931“ in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

Die Dienstbezirke der Landjägerei
nach „Verwaltungsbericht des Kreises Gumbinnen für 1931“ –
Der fachliche Leiter der Landjägerei im Kreise Gumbinnen war 1931 der Oberlandjägermeister Karlisch. Als Kreispolizeichef fungierte der Landrat; . . . .
Im Kreise Gumbinnen bestanden folgende Dienstbezirke der Landjäger:
A. Landjägerabteilung I.
Fernsprecher Gumb. 20 89.
Abteilungsführer: Oberlandjägermeister Karlisch, Gumbinnen.
Landjägeramt Kulligkehmen.
Fernsprecher Gumb. 29 13
Amtsleiter: Landjägermeister Preuß, Kulligkehmen . . . . .
Landjägerposten Kuttkuhnen: Fernsprecher Gumb. 29 12, besetzt mit Oberlandjäger Purwien; sein Dienstbezirk: 1 Kuttkuhnen und andere.

* * * * *
aus: Jahres-Bericht der Molkerei-Genossenschaft zu Gumbinnen E.G.m.b.H. für 1942-

Kannen-Nummer 61
Name und Wohnort Bernecker. Eggenhof
Angelieferte Milch – Kilo 55 081
Nettoauszahlung je Kilo 18,10
Auszahlung 9 973,02 RM

Kannen-Nummer 62
Name und Wohnort Schamlong, Eggenhof
Angelieferte Milch – Kilo 66 020
Nettoauszahlung je Kilo 18,13
Auszahlung11 971,60 RM 11 971,60 RM

Kannen-Nummer 107
Name und Wohnort Kowalewski, Eggenhof
Angelieferte Milch – Kilo 14 140
Nettoauszahlung je Kilo 18,04
Auszahlung 2 550,30 RM

* * * * *
aus der Aufstellung in Niekammers´s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher – Band III. Landwirtschaftliches Adreßbuch der Domänen, Rittergüter, Güter und Höfe in der Provinz Ostpreußen – Auflage 1932

Kuttkuhnen
Gumbinnen PTE (4) (=Post Telegraph Eisenbahn 4 km)
?-Amt: Gumbinnen
Gut Gustav Bernecker ? 2610
Größe i. Hektar (abgerundet) 95, davon 54 Acker- u. Gartenland
15 Wiesen
20 Weiden
2 Unland, Hofraum, Wege
4 Wasser
Viehstand
Pferde 12
Rindvieh überhaupt 62, davon 25 Kühe
Schafe –
Schweine 18

Gut Emil Kowalewski
Größe i. Hektar (abgerundet) 34, davon 25 Acker- u. Gartenland
2 Wiesen
5 Weiden
2 Unland, Hofraum, Wege
Viehstand
Pferde 5
Rindvieh überhaupt 20, davon 7 Kühe
Schafe –
Schweine 9 Schweine

Gut Bruno Schmalong
Größe i. Hektar (abgerundet) 99, davon 64 Acker- u. Gartenland
5 Wiesen
25 Weiden
5 Unland, Hofraum, Wege
Viehstand
Pferde 14
Rindvieh überhaupt 60, davon 20 Kühe
Schafe –
Schweine 14
? 2384

* * * * *
Aus: Bruno Stallbaum – Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle Gumbinnen/Ostpreußen – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

Am 4.4.1821 wurde durch Herrn v. Schön/Blumberg der Landwirtschaftliche Kreisverein Gumbinnen gegründet. ihm gehörten nach 1900 20 Ortsvereine an:
unter anderem Kuttkuhnen, . . . . .

* * * * *
Aus: Die Wirtschaftliche Entwicklung im Kreise Gumbinnen – in: Otto Gebauer – GUMBINNEN Stadt – Kreis – Regierungsbezirk – 1958

In diese Zeit wirtschaftlichen Tiefstandes fiel im Jahre 1821 die Gründung der landwirtschaftlichen Gesellschaft für „Litauen“, die 1858 in Landwirtschaftlicher Zentralverein für „Litauen – Masuren“ umbenannt wurde. . . . . Die Bedeutung der Gesellschaft, die sich ab 1907 Landw. Zentralverein nannte, ging nach Errichtung der Landwirtschaftskammer im Jahre 1896 zurück. Sie wurde später Organ der Landwirtschaftskammer. Inzwischen waren in den Kreisvereinen die Ortsvereine entstanden, von denen im Kreise Gumbinnen 19 bestanden, und zwar unter anderem auch in Eggenhof, . . . . .

* * * * *
aus: Martha Schwendrat – Unsere Korbflechterei in Eggenhof – in: Gumbinner Heimatbrief Nr. 70 – 1/89 – April 1899
Unser Wohnort war Eggenhof (Kuttkuhnen). Meine Eltern Wilhelm und Auguste Basner betrieben dort eine Korbflechterei. . . . . . Mein Vater hatte an der Angerapp von Aweningken bis Nemmersdorf von den anliegenden Bauern die Weiden gepachtet. Da wir noch kein vierbeiniges Gefährt hatten, machten mein Vater, zwei Brüder und ich uns auf Schusters Rappen mit einem großen Handwagen auf den Weg, um Weiden zu schneiden und zu schälen. Nach zehn Kilometer Marsch hatten wir unser Ziel erreicht, Jetzt ging es los ans Schneiden und Schälen. Beim Schälen saßen wir dicht am Wasser. Dabei klang uns das Geplätscher wie Musik in den Ohren.. . . . . . Die geschälten Weiden wurden sofort an der Sonne getrocknet. Abends sind wir dann mit voll beladenem Wagen nach Hause gefahren. Diese Arbeit haben wir 14 Tage lang gemacht. Damit hatten wir für den Winter genug weiße Weiden für Wäschekörbe, Reisekörbe, Korbmöbel und anderes. Die grünen Weiden wurden für Kartoffelkörbe, Kohlenkörbe und sonstiges gebraucht. Solche Körbe lieferten wir für die Kohlenhändler, zum Beispiel Filz, Frischkorn und die Brauerei. Im Winter wurde der Rest Weiden mit Strauch abgeschnitten, Dazu benötigten wir einen großen vierspännigen Leiterwagen, den wir uns vom Gut Stulgen liehen. . . . . . .
Auf unserem Wagen war ein großes Gestell montiert, wo die großen Körbe hineingestellt wurden. Einmal hatten wir eine Lieferung an die Brauerei. Da durften meine Schwester Berta und ich mit. Nach der Lieferung kehrten wir bei Steinbacher in der Königstraße ein. Denn so eine Lieferung war für Vater immer ein Festtag. Gegen Abend machten wir uns dann endlich auf den Heimweg. Als wir die Stadt hinter uns hatten, klagte mein Vater über Schmerzen im Fuß und daß er nicht mehr gehen könne. Wir beide konnten ihn überreden, sich auf den Wagen zu setzen. Und das tat er dann auch. Nun rollten wir mit dem Wagen bis kurz vor unser Haus. Als ich mich umschaute, war mein Vater nicht mehr auf dem Wagen und verschwunden. Unserem Haus gegenüber befand sich die Gastwirtschaft Poewe. Dort war er gelandet – trotz der Schmerzen im Fuß.
Ansonsten standen wir auf den Märkten in Goldap, Darkehmen und Szittkehmen. Weil wir immer noch kein Pferd hatten, unternahmen mein Vater und zwei Brüder eine Reise mit voll beladenem Handwagen auf Schusters Rappen nach Goldap zum Markt. 20 km hin und 20 km zurück! Da wir immer viel Waren im Vorrat hatten, mußten diese auch verkauft werden. einmal mußte ich, als mein Vater schon kränklich war, eine Hausiererfahrt über Land übernehmen. Nun wurde ein großer Wagen mit einem Pferd davor voll beladen und damit ging es in Richtung Goldap. Bei den Gütern und Bauern habe ich die Körbe angeboten und verkauft. Wo ich nichts verkauft habe, wurde ich von der Gutsherrin – gnädige Frau genannt – gut bewirtet. Bis zum Abend war mein Wagen leer, und mit hundert Reichsmark in der Tasche fuhr ich nach Hause. Vater lobte mich für meine Tüchtigkeit. Leider starb er bald darauf. – . . . . . .

* * * * *
aus: Fritz Voutta – Vom alten Landweg zur Reichsstrasse – in: Otto Gebauer – GUMBINNEN Stadt – Kreis – Regierungsbezirk – 1958

führten durch den Kreis Gumbinnen folgende fiskalische Landstraßen:

Gumbinnen – Goldap über Eggenhof-Bismarckshöh-Schulzenwalde und Frankenhof.
Gumbinnen-Angerapp über Eggenhof-Klein-Wilken-Schublau und Wiekmünde.

* * * * *
aus: Joachim Lörzer – Lürzer – Lörzer – Familienchronik

Über die Geschwister der Caroline Loos verheiratete Gerullis, geb. am 3.12.1848, die wegen Minderjährigkeit nicht den elterlichen Hof in Szublauken übernehmen konnte, liegen folgende Angaben vor:
Heinrich Loos Bauer in Kuttkuhnen (Eggenhof) bei Gumbinnen, Ehefrau Auguste, geb. Pest.

* * * * *
aus: Ehrenbuch für die im letzten Weltkrieg gefallenen, vermißten oder sonstwie durch Kriegshandlungen ums Leben gekommenen ehemaligen Angehörigen der Friedrichsschule und Cecilienschule Gumbinnen – in Mitteilungen für die ehemaligen Angehörigen der Friedrichsschule und Cecilienschule Gumbinnen –
. . . . . .
Horst Bernecker geb. 2.3.1916 in Kuttkuhnen, Kr. Gumbinnen, gefallen 10.7.1941 bei Dünaburg

* * * * *
aus: Einwohnerbuch – Landbevölkerung des Kreises Gumbinnen – 1937 (Das Buch kann bei der Kreisgemeinschaft in Bielefeld käuflich erworben werden)

Landgemeinde Kuttkuhnen (121E)
Bürgermeister: Bauer Emil Kowalewsky
Post: Kuttkuhnen über Gumbinnen (4 Klm.)
Abbau Heisel, Kowalewski, Thierfeldt Post Gumbinnen A
Bartel, Ernst, Knecht
Bernecker, Gustav, Landwirt
Eske, Franz, Deputant
Führer, Otto, Knecht
Gottschalk, Erich, Landwirt
Haase, Bernhard, Müller
Haase, Christine, Witwe, Landwirtin
Hahn, Wilhelm, Arbeiter
Hausmann, Fritz, Arbeiter
Heisel, Emil, Landwirt
Henkies, Otto, Arbeiter
Hitz, Henriette, Altsitzerin
Hundertmark, Franz, Landwirt und Schmied
Jetzkowitz, Johann, Arbeiter
Kerrinnes, Karl, Gestütsoberw. i.R.
Kowalewsky, Emil, Landwirt
Leichert, Fritz, Knecht
Leichert, Hans, Deputant-Melker
Müller, Oskar, Fuhrhalter
Pissareck, Maria, Rentenempfängerin
Plaga, Wilhelm, Arbeiter
Preugschas, David, Kontrollassistent
Purwin, August, Gend.-Hauptwachtm.
Schickedanz, Gustav, Arbeiter
Schmalong, Bruno, Landwirt
Schmalong, Marie, Witwe
Schnerwitzki, Hermann, Deputant
Schulz, A., Ober-Straßenmeisterwitwe
Seifert, Emil, Deputant
Thierfeld, Franz, Landwirt
Tomaschewski, Ludwig, Melker
Willun, Karl, Knecht
Zeis, Gustav, Arbeiter
Zenthöfer, Albert, Deputant
Zwirnlein, Otto, Arbeiter

* * * * *
Fritz Ströfer – Die Kartei Ehmer – Hamburg 1988
(Anmerkung: Es handelt sich hier um eine Zusammenstellung aus den unterschiedlichsten Quellen, Materialien, Sammlungen, Notizen usw. Es ist daher möglich, daß einzelne Angaben ungenau sind. Auch lassen sich die Ortsangaben nicht immer zweifelsfrei nachvollziehen. Wer intensive Familienforschung betreiben will, sollte sich das Werk selbst beschaffen und dort intensive Nachforschungen anstellen.)

Andres
– M a r t i n (B-Sch.: Anders), Bauer, 1736 21 Mo 128 4/7 Ru. aus Magdeburg (Halbst.), in Kuttkuhnen, Amt
Buylien

Becken
– M i c h a e l aus Uckermark, 1713: 1 Hu 19 Mo 150 Ru in Kuttkuhnen . . . .

Creutzmann
– Z a c h a r i a s, Bauer, 1736 21 Mo 128 4/7 Ru in Kuttkuhnen, Amt Buylien . . . .

Dalhammer
– C o n r a d W i l h e l m (auch Dahlheimer), 1724 als Bauer angesetzt in Dauginten, Amt Maygunischken . .
. . .; 1736 1 Hu in Kuttkuhnen, Am Buylien, aus Hanau . . . . ; aus Ostheim . . . . .

Flick

– (J o h.) A n d r e a s, Bauer in Wilkoschen, Amt Plicken, 1731: NaussauerPfälzer-Kolonie, Pfälzer, 1720 n. Ostpr. gek. . . . . .; 1736: 1 Hu in Kuttkuhnen, Amt Buylien . . . . .; 1720: Frau, 3 Kinder, 200 Rthlr.. . . . .

Hornung

– N i c o l a u s, Müller u. Zimmermann, mit Weib 1725 nach Ostpreußen gekommen . . . . .; 1731 Bauer in Kuttkuhnen, Amt Maygunischken, Nassauer-Pfälzer-Kolonie, Pfälzer, 1736 dort 1 Hu 7 Mo 277 Ru . . . . ; Amt Buylien . . . . . .; 1746 20 Ru in Gürnen, Amt Plicken . . . . .

Klein

– H a n s, 1724 als Bauer angesetzt in Kutkuhnen, Amt Maygunischken . . . .

Löhr
– C o n r a d (auch Lehr), 1724 als Bauer angesetzt in Wilken, Amt Maygunichken . . . . .; 1736 21 Mor
128.4/7 Ru in Kuttkuhnen, Amt Buylien . . . . .; aus Ostheim/Hanau . . . . . ; 1739: x (=verheiratet) 1 Sohn u.
1 Tochter über, 1 Sohn unter 12 Jahre; 1728/34 dort „Johann“

Mahl

– J o h a n n J a c o b, 1724 als Bauer angesetzt in Lutkuhnen. Amt Maygunischken . . . .

Stamm
– C h r i s t o p h, (= ? Christian), Ackersmann mit Weib, 4 Kindern, 1 Magd 1725 nach Ostpreußen gekommen
ins Amt Stannaitschen . . . . .; 1736 21 Mo 128.4/7 Ru in Kuttkuhnen, Amt Buylien, Nassauer . . . . . .

Tews
– C h r i s t i a n, Bauer, 1736 1 Hu in Kuttkuhnen, Amt Buylien, Uckermärker . . . . .; dort 1713 2 Hu 6 Mo . .

Tischheuser
– T h e i ß (auch Tischhäuser), Bauer, 1736 21 Mo 128 4/7 Ru in Kuttkuhnen, Am Buylien, deutscher
Schweizer

* * * * *
Otto Gebauer – Die Einwanderung der Schweizer – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971
Die ersten Schweizer kamen 1709 nach Ostpreußen; in den folgenden Jahren nahm die Einwanderung erheblich zu. Der größte Teil der Schweizer Kolonisten wurde im Kreise Gumbinnen angesiedelt. . . . . .
Im Kreise Gumbinnen bildeten die deutschen und französischen Gemeinden erst um 1807 eine Einheit. Die Erinnerung an die französischen Schweizer lebt in den vielen französischen Namen fort, die wir bei unseren Gumbinner Landsleuten feststellen.
Nachstehend eine Zusammenstellung der vor der Vertreibung in Stadt und Kreis Gumbinnen festgestellten französischen Familiennamen. Als Schreibweise wurde bei solchen Namen, die im Laufe der Zeit Änderungen erfahren haben, die nach Daten älteste gewählt. Sie wurde von Geistlichen französischer Herkunft gebraucht, die erfahrungsgemäß die Namen in der richtigen Schreibweise wiedergaben.

Soujon: . . . . . . Eggenhof (Kuttkuhnen), . . . . .
Schusseng: . . . . . . Eggenhof (Kuttkuhnen).

* * * *
aus: Friedrich Stahl – Nassauische Bauern und andere deutsche Siedler in Ostpreußen – Königsberg (Pr) 1936

III. Namensverzeichnis der Einwanderer

Stamm, Christian, Kutkuhnen (Buylien)

* * * * *
Horst Kenkel – Amtsbauern und Kölmer im nördlichen Ostpreußen um 1736 – Hamburg 1972

G e n e r a l – T a b e l l e
==================
„von denen im Litthauischen Departement bis ult. Junii 1736
auf Huben angesetzten Saltzburgern, Schweitzern,
Naßauern und anderen Teutschen, wie auch Litthauer,
wie viel davon gutte oder schlechte Wirthe seyen.“
(Die Zahlen geben den Landbesitz in Hufen und Morgen an, z. B. 1.20 = 1 Hufe 20 Morgen; die Anzahl der Ruten ist als unwesentlich weggelassen.
g = guter Wirt, s = schlechter Wirt)

H a u p t a m t  I n s t e r b u r g
========================

Amt B o u y l i e n (27.6.)

Schweitzer, Naßauer u. andere Deutsche
=============================
.
Kutckuhnen
Christian Tews, Uckermärker 1 g
Conrad Dahlhammer, Hanauer 1.15 g
Nicklaus Hornung, Pfälzer 1,7 s
Andres Flick, Pfälzer 1 g
Burg Herrmann, Francke 1 g
Martin Andres, Magdeburger 0.25 g
Conrad Löhr, Francke 0,21 g
Johan Heinrich Tietz, Hanauer 0,21 g
Christoph Stamm, Naßauer 0,21 g
Teiß Tischhäuser, ein Teutscher Schweitzer 0,21 g
Zacharias Creutzmann 0,21 s

Litthauer
=======

Kutckuhnen
Milckus Auschratis 1 s
Christoph Konapsis 1 g
Jurgis Pallukatis 1 g

* * * * *
Johann Friedrich Goldbeck – Volständige Topographie des Königreich Preussen – Erster Theil welcher die Topographie von –Ost-Preussen enthält – Herausgegeben 1785 – Nachdruck: Hamburg 1968

K u t t k u h n e n
melirt Dorf, Fst.: 14, LK und JK: Insterburg, AB: Buylien, K: zu Gumbinnen, P: der König

* * * * *
aus: Richard Lindenau – Die Kirchenbücher der französisch-reformierten Gemeinde Gumbinnen/Ostpr. – Trauungen 1780-1808 – Taufen 1752-1808 – Hamburg 1971

Französisch-reformierte Gemeinde
Gumbinnen
Trauungen
1780 – 1808

150. 1798 29. . . F o r n a c h o n, Samuel aus Stullgen mit Mar. Marguerite S c h a u m a n n aus
Kuttkuhnen, prokl. 8

* * * * *
aus: Der Regierungs-Bezirk Gumbinnen nach seiner Lage, Begrenzung, Gröhse, Bevölkerung und Eintheilung – Gumbinnen, 1818

Name des Kreises Gumbinnen
Name des Kirchspiels Luther. Gumbinnen
No. der Ortschaften 28
Namen der Ortschaften Kuttkuhnen
Ihre Qualität mel. Dorf
Zu welcher Domaine od. adl. Dominum sie gehören Dom. Buylien
Anzahl der Feuerstellen 14
Seelen 77

* * * * *
aus: Regierungsrat Kühnast: Ortsverzeichnis 1869

2.
Der littauische Kreis
Gumbinnen
. . . . .
2. Kirchspiel Gumbinnen
15. Kuttkuhnen
erbfr. Kolon. u. sch.-fr. Dorf
Grundfläche: 1153 Morg. 69 Ruth.
Viehstand: 44 Pferde, 96 Rinder,
91 Schafe, 65 Schweine.
Gebäude: 39
Bewohner: 123
Steuern: 84 Thlr. 7 Sgr. – Pf. Grund-St.
148 Thlr. 8 Sgr. 5 Pf. Kl.-St.
4 Thlr. – Sgr. – Pf. Gerwerb-St.
Kreis-Abgaben: 31 Thlr. 23 Sgr. 8 Pf.
Gemeinde-Abgaben: 50 Thlr. – Sgr. – Pf.
Schul-Abgaben: 3 Schffl. 2 2/3 Mtz. Roggen,
1 Schffl. 9 1/3 Mtz. Gerste
6 Thlr. 25 Sgr. – Pf.
f. d. Schule Thuren.

* * * * *
aus: Albert Gelleszun – Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gumbinnen – 1887 – Gumbinnen
. . . . .
Verzeichnis der Ortschaften
des Kreises Gumbinnen
enthaltend die Gewerbe und Handel treibende Bevölkerung, die Beamten- sowie die besitzenden Klassen unter namentlicher Aufführung, ferner die Entfernungen der einzelnen Ortschaften von der Kreisstadt Gumbinnen nach Kilometern nebst Angabe der zugehörigen Poststationen

Kuttkuhnen
per (= Post) Gumbinnen, 3 Klm.
Gastwirt Kreuz
Riemer Pilz
Schmied Kahnert
Besitzer: Wilhelm Schmalong, Elisabet Pliquet, August Bernecker, Jacob Zimmermann, Matias Karohs,
Luckenbach, Loos

* * * * *
Königliches statistisches Bureau – Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen – Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen – Berlin 1898

Ortsname (b. Landgemeinde) 79 Kuttkuhnen
Gesamtflächeninhalt 295,2 ha
Wohnplätze 1
Bewohnte Wohnhäuser 12
Haushaltungen Gewöhnliche Haushaltungen von 2 und mehr Personen 18
Einzeln lebende Personen mit eigener Hauswirtschaft
männlich –
weiblich 1
Anstalten für gemeinsamen Aufenthalt –
Ortsanwesende Bevölkerung a. 2. Dezember 1895: Überhaupt 119
Darunter befinden sich männliche Personen 64
weibliche Personen 55
Religionsbekenntnis: Evangelische 119
Andere Christen –
Kirchspiel evangelisch Gumbinnen (Altst.)
Standesamtsbezirk Gumbinnen, Ldbz.
Stadt- bzw. Amtsbezirk Wilkoschen

* * * * *
Preußisches Statistisches Landesamt – Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen – Band I: Provinz Ostpreußen – Nach dem endgültigen Ergebnis der Volkszählung vom 16.Juni 1925 und anderen amtlichen Quellen unter Zugrundelegung des Gebietsstandes vom 1. September 1931

Gemeindeverzeichnis

b) Landgemeinden
Laufende Nr. 79
Name der Gemeinde Kuttkuhnen
Anzahl der Wohnplätze 1
Flächengröße 1930 – ha 297,1
Durchschnittl. Grundsteuerreinertrag auf 1 ha – RM 13,53
Anzahl der bewohnten Wohnhäuser 14
Anzahl der Haushaltungen 25
Wohnbevölkerung am 16.6.1925
überhaupt 123
dav. männliche Personen 64
Religionsbekenntnis
Angehörige der evangelischen Landeskirchen 122
Angehörige der röm.-kath. Kirche –
Juden –
Bekenntnislose –
Amtsgericht Gumbinnen
Kirchspiel
evangelisch Gumbinnen (Altst.)
katholisch Gumbinnen
Standesamtsbezirk Gumbinnen
Amtsbezirk Wilkoschen

* * * * *
aus: Deutsches Reichs-Adressbuch für Industrie, Gewerbe, Handel, Landwirtschaft – Band IV: Adressenverzeichnis. . . . – Deutsches Reichs-Adressbuch Rudolf Mosse Berlin 1930

Adressen der Landwirte

Kuttkuhnen b. Gumbinnen
G. Bernecker ? 2610
Bruno Schmalong ? 2384

* * * * *
aus: Statistik des Deutschen Reichs – Band 559,1 – Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939 – Ergebnisse der Volks- Berufs- und landwirtschaftlichen Betriebszählung 1939 in den Gemeinden – Heft: 1 Provinz Ostpreußen

Gemeinde Eggenhof
Zahl der Haushaltungen 27
Ständige Bevölkerung
insgesamt 122
männlich 64
Von der ständigen Bevölkerung waren
unter 6 Jahre alt 23
6 bis unter 14 Jahre alt 21
14 bis unter 65 Jahre alt 74
65 Jahre alt und mehr 4
Berufszugehörigkeit der Wirtschaftsabteilung
Land und Forstwirtschaft 82
Industrie und Handwerk 21
Handel und Verkehr 7
Nach der Stellung im Beruf mit ihren Angehörigen ohne Hauptberuf
Selbständige 20
Mithelfende Familienangehörige 10
Beamte und Angestellte 3
Arbeiter 82
Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe mit einer Betriebs-
fläche von
0,5 bis unter 5 ha 2
5 bis unter 10 ha 1
10 bis unter 20 ha 3
20 bis unter 100 ha 3
100 ha u. mehr –

* * * * *
aus: Bernhard Fisch – Nemmersdorf, Oktober 1944 – Berlin 1997

Eva-Maria Wolff schrieb mir im Juni 1992: „Wir sind am 19. Oktober 1944 spät abends von Eggenhof in Richtung Nemmersdorf mit einem Leiterwagen gefahren, auf dem saßen drei Familien. Das waren ein Frau mit 9 Kindern, eine weitere Frau mit 4 Kindern und meine Eltern mit 3 Kindern. Als wir Eggenhof verlassen haben, blieben die gefangenen Polen zurück. Wir hörten Kanonendonner und Maschinengewehrfeuer. Die Polen sagten uns, die Russen seien bald hier, wir sollten schnell wegfahren. Die Großbauern hatten sich bereits heimlich abgesetzt.“

Am Sonnabend, dem 21. Oktober, dem sechsten Tag des sowjetischen Angriffs.
Am Nachmittag hatte die sowjetische Stoßgruppe die Orte Stulgen, Kuttkuhnen, Kailen und Samelucken erreicht, diese wechselten mehrfach den Besitzer. . . . .

* * * * *
aus: W. Salomon – Die Panzerabwehrschlacht südlich Gumbinnen 21.-23. Okt. 1944 – in: Otto Gebauer – Gumbinnen – 1958

Am 20. Oktober gegen Mittag . . . . . .überbringt mir ein Kradmelder einen dringenden Befehl des Regiments: Sowjetische Kräfte sind durchgebrochen . . . . . . Am Südrand Gumbinnen sofort Panzerriegel aufbauen!

Mein Einsatzbefehl war inzwischen auch bereits fertig und aufgebaut auf die im Erdkampf gemachten Erfahrungen. . . . . Mein Einsatzbefehl lautete:
. . . . . .
Flakkampftrupp V: Führer Oberltn. K., 2 Geschütze 8,8 cm der 4. Batterie und 2 Geschütze 2 cm der
3/833, auf der Höhe 63 etwa 400 m nordostwärts Wegegabel Eggenhof.

In dieser Aufstellung hatten alle Kampftrupps ein gutes Schußfeld nach Süden und sie konnten sich flankierend im Kampfe unterstützen.
Am 21. Oktober traten die Sowjets aus Richtung Richtfelde und Plicker Berge auf Eggenhof an. . . . . . Feindliche Infanterie arbeitet sich von Süden heran und geht am Südrand von Eggenhof an meinem Kampftrupp V in nordwestlicher Richtung vorbei, überschreitet die Straße Gumbinnen-Nemmersdorf und auch die Bahnlinie. . . . . .

* * * * *
Die nachfolgenden Auszüge sind mit freundlicher Genehmigung des Verfassers dem Buch von Karl Heinz Schmeelke „Berichte, Notizen, Auszüge aus dem Kriegstagebuch des Fallschirm-Panzer-Korps im Kreis Gumbinnen 1944 – Der Untergang Ostpreußens – Nur wenige wissen noch, was damals wirklich geschah“ entnommen. Das außerordentlich aufschlußreiche und umfassende Buch ist mit vielen Fotos, besonders mit Luftaufnahmen der umkämpften Orte des Kreises Gumbinnen, und Kartenausschnitten ausgestattet, DIN-A 4 formatig und in Leinen gebunden. Es kann z.Zt. nur über den Verfasser Karl Heinz Schmeelke, Schwanenweg 6, 88045 Friedrichshafen, bezogen werden.

Beurteilung der Lage aus deutscher Sicht südlich Gumbinnen-Nemmersdorf

19.00 Uhr Als erster traf das III. Btl. gegen 19.00 Uhr in Gumbinnen ein. Oberst Schirmer
befahl, zunächst in Richtung Eggenhof und dann beiderseits der Bahnlinie Gumbinnen
– Großwaltersdorf anzugreifen.
Feindlage am 21, Oktober 1944
21. Okt. 44 Lage:
Am 21. Okt. hatten die feindl. Stoßtruppen die Orte Eggenhof, Hasenrode, Kailen und
Neuhufen erreicht.

Lageentwicklung am 22. Oktober 1944
Die sowjetische Angriffsoperation auf Gumbinnen
22. Okt. 44 Das 2. sowj. GdPzKorps war aus dem Raum Eggenhof – Wolfseck auf den Süd- und
Westrand von Gumbinnen vorgestoßen. . . . .

Morgenmeldung: 23. Oktober 1944
23. Okt. 44 Feindlage: . . . . . . Die 1. und die 26. sowj. Schützendivision wurde in der Nacht zum
23. Oktober herangeführt und im Raum Großwaltersdorf – Husarenberg –
Eggenhof – Hasenrode konzentriert, . . . . . Das 3. und 5. sowj.
Panzerbataillon wurde in der Nacht aus den bisherigen Stellungen bei
Wieckmühle (richtig wohl Wieckmünde) herausgezogen und am 23. Oktober
gegen acht Uhr im Raum Kleinweiler – Eggenhof als Reserve des
Korpskommandeurs konzentriert.

Beurteilung der Lage
Feind Lage: Das Auftreten von sowjetischen Garde-Verbänden und die starke Massierung
(Artillerie) zwischen Angereck und Egenhof sind eine neue Bestätigung für
Eggenhof die feindlichen Angriffsvorbereitungen gegen die Front des FschPzKorps
südlich Gumbinnen,
Morgenmeldung des 24. Oktober 1944
Korps-Sturm-Bataillon. (Major Ostermeier, Kampfgruppe Vollmann)
24. Okt. 44 Lage: Wie ein riesiger Pfeil ragte nun ein 8 km breiter und nach Westen bis
Nemmersdorf reichender 12 km tiefer Einbruchsraum des Gegeners in die
Verteidigungsfront des dort kämpfenden FaschPzKorps. Dieser Einbruch
sollte nun von Gumbinnen und Fichtenwalde von Norden her angegriffen
werden. Das St.Batl. mit den FaschFlakRgt. (Oberst Meyer) wird im
Schwerpunkt dieser Kämpfe eingesetzt und hat mannigfaltige Aufgaben zu
bewältigen.
06.00 Uhr 1. Angriff nach Süden auf Angereck – Turen – Eggenhof und
Hasenrode

6./Fsch.Pz.Gren.Rgt. 1 23. Dezember 1944
22. Dez. 44 Lage: Am abend wurde die 6. Kompanie durch die 1./4. abgelöst. Nach Wochen des
Stellungsbaus und Eingewöhnung der neuen Männer (Ersatz aus Rippin – E. & A.
Rgt.) würfelte uns der Marsch nach Gumbinnen-Eggenhof zum erstenmal als Einheit
zusammen. – Die Stimmung lebte merklich auf. – so zogen wir über Hochfließ –
Ohldorf – Neuhufen nach Eggenhof. Die Nacht war naßkalt . . . . .

Pz. Artillerieregiment Rgt. Gef. Std. 26.12.44U

Dez. 44 Grenadier-Regiment 1./1 und 2./1 – Durchführung des Dienstes nach Dienstplan

Die I./1 führte am 26.12.44 in der Zeit von 07.00 – 11.00 Uhr im Raume Eggenhof –
Hasenrode (Pkt. 63,0) eine Übung durch.

* * * * *
Ergänzungen aus dem „kurzgefaßten Kriegstagebuch“ des Fallschirm Panzerkoprs „Hermann Göring“

Feindlage am 21. Oktober 1944
21.Okt. 44 Lage: . . . . . .
Die 4. sowjetische Schützenbrigade nahm den Weg von Buylien über Erlengrund und
Ernstberg nach Großwaltersdorf. . . . . . (21.1o. von 08.05 – 11.05 Uhr)
Die 31. sowj. Schützendivision war an der Rominte auf heftigen Widerstand gestoßen.
Die Sowjets gingen auf Schulzenwalde zurück und marschierten auf der nach Norden
führenden Chaussee über Bismarckshöh und Wilken auf Eggenhof zu. Am
Nachmittag des 21. Okt. hatten die fdl. Stoßtruppen die Orte Eggenhof, Hasenrode,
Kailen und Neuhufen erreicht.

* * * * *
aus: Der Kreis Gumbinnen in russischer Hand (1945-1948) nach Briefen zusammengestellt von O. Gebauer – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

Kuttkuhnen-Gerwischken . . . . . In Kuttkuhnen ist die Gastwirtschaft Haase zerstört, ebenso einige kleine Häuser ausgebrannt. . . . . .

* * * * * *
Helmut Peitsch – Reiseführer Nord-Ostpreußen – Leer 1993

. . . . . Von Eggenhof (Kuttkuhnen)/Valujskoe, einst ein Dorf mit 120 Einwohnern, steht kein Haus mehr. . . . .

Hinweise
Das Buch von Dr. Grenz: Stadt und Kreis Gumbinnen ist vergriffen. Es kann jedoch als Nachdruck in Kopie in 2 Bänden, von der Stadt Bielefeld, Patenschaft Gumbinnen, Niederwall 25, 33602 Bielefeld, zum Preise von 90,- DM bezogen werden)

Das „Einwohnerbuch Landbevölkerung des Kreises Gumbinnen 1937“ kann als Kopie zum Preise von 25.00 DM bei derStadt Bielefeld, Patenschaft Gumbinnen. Niederwall 25, 33602 Bielefeld, bezogen werden.

2424 2a3 1938
Aus: Sonderbeilage zum Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen – Stück 23 vom 3. Juni 1938

3535 2a4 1539
Otto Barkowski – Die Besiedlung des Hauptamtes Insterburg 1525 – 1603 – Hamburg 1993

0606 2e1 Kriegsgr.
aus: Max Dehnen – Die Kriegsgräber von 1914 im Kreise Gumbinnen – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

2323 2e4 1590
G. Froelich: Litauische Kirchen und Dörfer im Hauptamt Insterburg um das Jahr 1590 – in: Zeitschrift der Altertumsgesellschaft Insterburg – Heft 15 (1914)

1111 2e4 Klein
F.W.Klein – Ost- und Westpreußen – Ein Überblick über die Verwaltungseinheiten, den Kreisen mit den evangelischen Kirchspielen seit Beginn der Besiedlung – Schwörstadt 1996

2828 2e4 1912/13
aus: Sonderschrift des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Die evangelischen Kirchengemeinden in Ostpreußen und Westpreußen in den Pfarr-Almanachen von 1912 und 1913 – Hamburg 1987

3030 2f
aus: Ernst Zimmer – Die Post im Kreis Gumbinnen – Westerburg 1996

3737 2f2 1931/42
Eintragung in: Amtliches Fernsprechbuch für die Oberpostdirektion Königsberg Pr. u. Gumbinnen – 1931

0707 2g 1931
aus: Die Dienstbezirke der Landjägerei nach „Verwaltungsbericht des Kreises Gumbinnen für 1931“ in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

1010 2h2 Milch 1942
aus: Jahres-Bericht der Molkerei-Genossenschaft zu Gumbinnen E.G.m.b.H. für 1942-

3434 2h3 1932
aus der Aufstellung in Niekammers´s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher – Band III. Landwirtschaftliches Adreßbuch der Domänen, Rittergüter, Güter und Höfe in der Provinz Ostpreußen – Auflage 1932

0808 2h4 landw. Verein 1900
Aus: Bruno Stallbaum – Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle Gumbinnen/Ostpreußen – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

0101 2h4 landw.Verein 1900
Aus: Die Wirtschaftliche Entwicklung im Kreise Gumbinnen – in: Otto Gebauer – GUMBINNEN Stadt – Kreis – Regierungsbezirk – 1958

2929 2i
aus: Martha Schwendrat – Unsere Korbflechterei in Eggenhof – in: Gumbinner Heimatbrief Nr. 70 – 1/89 – April 1899

0202 2j2 Landstr.
aus: Fritz Voutta – Vom alten Landweg zur Reichsstrasse – in: Otto Gebauer – GUMBINNEN Stadt – Kreis –
Regierungsbezirk – 1958

1414 2K Lörzer/Loos
aus: Joachim Lörzer – Lürzer – Lörzer – Familienchronik

2525 2k Bernecker +
aus: Ehrenbuch für die im letzten Weltkrieg gefallenen, vermißten oder sonstwie durch Kriegshandlungen ums Leben gekommenen ehemaligen Angehörigen der Friedrichsschule und Cecilienschule Gumbinnen – in Mitteilungen für die ehemaligen Angehörigen der Friedrichsschule und Cecilienschule Gumbinnen –

3636 2L 1937
aus: Einwohnerbuch – Landbevölkerung des Kreises Gumbinnen – 1937 (Das Buch kann bei der Kreisgemeinschaft in Bielefeld käuflich erworben werden)

2727 1709 Ansiedler
Fritz Ströfer – Die Kartei Ehmer – Hamburg 1988

0505 1709 Schweizer
Otto Gebauer – Die Einwanderung der Schweizer – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

1515 1711 Naßauer
aus:Friedrich Stahl – Nassauische Bauern und andere deutsche Siedler in Ostpreußen – Königsberg (Pr) 1936
1818 1736 Amtsbauern
Horst Kenkel – Amtsbauern und Kölmer im nördlichen Ostpreußen um 1736 – Hamburg 1972

2626 1785 Topo
Johann Friedrich Goldbeck – Volständige Topographie des Königreich Preussen – Erster Theil welcher die Topographie von –Ost-Preussen enthält – Herausgegeben 1785 – Nachdruck: Hamburg 1968

2020 1798 Kirchenbuch
aus: Richard Lindenau – Die Kirchenbücher der französisch-reformierten Gemeinde Gumbinnen/Ostpr. – Trauungen 1780-1808 – Taufen 1752-1808 – Hamburg 1971

1717 1818 Topo
aus: Der Regierungs-Bezirk Gumbinnen nach seiner Lage, Begränzung, Gröhse, Bevölkerung und Eintheilung – Gumbinnen, 1818

1313 1869 Topo
aus: Regierungsrat Kühnast: Ortsverzeichnis 1869

2222 1887 Adreßb
aus: Albert Gelleszun – Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gumbinnen – 1887 – Gumbinnen

2121 1895 Topo
Königliches statistisches Bureau – Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen – Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen – Berlin 1898

1616 1925 topo
Preußisches Statistisches Landesamt – Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen – Band I: Provinz Ostpreußen – Nach dem endgültigen Ergebnis der Volkszählung vom 16.Juni 1925 und anderen amtlichen Quellen unter Zugrundelegung des Gebietsstandes vom 1. September 1931

1919 1930 Adreßb
aus: Deutsches Reichs-Adressbuch für Industrie, Gewerbe, Handel, Landwirtschaft – Band IV: Adressenverzeichnis. . . . – Deutsches Reichs-Adressbuch Rudolf Mosse Berlin 1930

0404 1939 Topo
aus: Statistik des Deutschen Reichs – Band 559,1 – Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939 – Ergebnisse der Volks- Berufs- und landwirtschaftlichen Betriebszählung 1939 in den Gemeinden – Heft: 1 Provinz Ostpreußen

1212 19.10.44 Fisch
aus: Bernhard Fisch – Nemmersdorf, Oktober 1944 – Berlin 1997

0303 20.10.44 Salomon
aus: W. Salomon – Die Panzerabwehrschlacht südlich Gumbinnen 21.-23. Okt. 1944 – in: Otto Gebauer – Gumbinnen – 1958

3131 20.10.44 Schmeelke
Die nachfolgenden Auszüge sind mit freundlicher Genehmigung des Verfassers dem Buch von Karl Heinz Schmeelke „Berichte, Notizen, Auszüge aus dem Kriegstagebuch des Fallschirm-Panzer-Korps im Kreis Gumbinnen 1944 – Der Untergang Ostpreußens – Nur wenige wissen noch, was damals wirklich geschah“

3232 21.10.44 Tageb. H.G.
Ergänzungen aus dem „kurzgefaßten Kriegstagebuch“ des Fallschirm Panzerkoprs „Hermann Göring“

0909 1948
aus: Der Kreis Gumbinnen in russischer Hand (1945-1948) nach Briefen zusammengestellt von O. Gebauer – in: Dr. phil. Grenz – Stadt und Kreis Gumbinnen – Marburg/Lahn 1971

3333 1993 Reisef.
Helmut Peitsch – Reiseführer Nord-Ostpreußen – Leer 1993