Übersicht – Quelle: Gumbinnen von Dr. Grenz

Frankenhof

(Didsziddern): Kirchspiel Wilhelmsberg, Kr. Darkehmen. Amtsbezirk und Standesamtsbezirk Schulzenwalde (Buylien). E.: 59. GH.: 880,— RM. G.: 180 ha. —

Eingeschult nach Klein-Gudellen (Kleinguden), Kr. Goldap (dort Lehrer Langkutsch). —
1937: Bürgermeister Bauer Wilhelm Thierfeld (auch Amtsvorsteher) (bis zur Vertreibung). —
Post: Buylien über Gumbinnen (5 km). —
Landwirte: Bauer Ferdinand Gräber, Landwirtssohn Adolf Kurapkat, Bauer Emil Kurapkat, Landwirt Ernst Kutz, Bauer Fritz Mertins, Bauer Wilhelm Thierfeldt. —
Handwerker: 1937 keine, 1925 ein Schmied Hermann Krumm. —
Weitere Berufe 1937: Lina Bartschat Kaufmannswitwe, landwirtschaftlicher Arbeiter Albert Bertram, Deputant Hans Fenselau, Melker Fritz Herbst, Vorarbeiter/Deputant Emil Mertinat, Deputant Reinhold Mick, Wirtin Charlotte Paslat, Landarbeiter Otto Pawlowski, Freiarbeiter Heinrich Spingat, Melker August Wasilowski. —
1925: 5 Besitzer, 1 Schmied, 1 Kaufmannswitwe. —
Im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen 1 Ortsfragebogen von 1966 mit Ortsskizze und Beiblatt.
Danach letzter Bürgermeister Bauer Wilhelm Thierfeldt.
In Wilhelmsberg amtierte Pfarrer Schulz.
Letzter Amtsvorsteher: Schlaugat aus Alt-Maygunischken, aber Amtsbezirk Schulzenwalde (Buylien).
Zuständiger Polizeiposten in Schulzenwalde.
Im Ort 5 Bauernhöfe: Gräber (ca. 10 ha), Kurapkat (ca. 50 ha), Kutz (ca. 8 ha), Mertins (ca. 35 ha), Thierfeldt (92 ha). Thierfeldts waren im 18. Jahrhundert aus Hessen eingewandert.
Verkehrslage: zur Kreisstadt Gumbinnen ca. 15 km, zur Eisenbahn (Jucknischken—Bahnfelde) 5 km, kein Busverkehr. —
Zahl aus dem Ersten Weltkrieg unbekannt. Im Zweiten Weltkrieg 1 Gefallener, 2 Vermißte.

Im Ersten Weltkrieg waren die Höfe von Thierfeldt und Mertins zerstört worden. Sie wurden bis Kriegsende wieder aufgebaut.