Übersicht – Quelle: Gumbinnenn  von Dr. Grenz

Jürgendorf

(Jogelehnen): Kirchspiel Groß-Waltersdorf (Walterkehmen). Amtsbezirk und Standesamtsbezirk Schulzenwalde (Buylien). — E.: 75. GH.: 810,— RM. G.: 115 ha. —

Eingeschult nach Erlengrund (Alt-Maygunischken). —
1937: Bürgermeister Bauer Richard Kludszuweit. —
Post: Buylien über Gumbinnen (18 km). —
Landwirte: Albert Conrad, Karl Conrad, Emil Didwißus, Otto Dikomey, Otto Hahn, Franz Hennig, Berta Hoffmann (Landwirtswitwe), Emil Hoffmann, Fritz Hoffmann (Landwirtssohn), Otto Hoffmann, Walter Klaudies, Richard Kludßuweit (Landwirt und Fleischermeister), Franz Korbjuhn, Marta Lengling, Minna Matte, Friedrich Nehrkorn, Heinrich Oberüber, Otto Oberüber, Lina Oberüber (Landwirtswitwe). —
Bauern: Otto Brombach, Johann Hahn, Karl Sticklies. —
Handwerker: Fleischermeister und Landwirt Richard Kludszuweit. —
Ferner: Hausbesitzerin Magdalene Mahl, Kutscher Willy Romann. —
Keine Arbeiter und Deputanten. —
Sozialstatus: 2 Altsitzer, 3 Altsitzerinnen, 1 Rentnerin, 1 Rentenempfänger. —
1925: Besitzer Karl Conrad Gemeindevorsteher, 15 Besitzer (einer davon auch Händler), 1 Fleischer (Richard Kludszuweit), 2 Schneider (Friedrich Nerkorn, Johann Oberüber), 2 Kleinbesitzer. —
Im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen 1 Ortsfragebogen von 1966, mit Beiblatt.
Danach letzter Bürgermeister der Händler Kludszuweit.
Letzter Amtsvorsteher im A. Schulzenwalde (Buylien): Thierfeldt aus Didsziddern.
Zuständiger Polizeiposten in Groß-Waltersdorf.
Keine Gastwirtschaft.
1 Kaufmann Jeschke (verstorben).
3 selbständige Handwerker: Kludszuweit, Diedrigkeit und Nehrkorn. 4 Bauernhöfe und 16 Kleinlandwirte.
Die 4 Bauern waren: Hahn, Brommbach, Hoffmann und Sticklies.
1 Mühle im Ersten Weltkrieg abgebrannt.
Im Ersten Weltkrieg 1 Gefallener, im Zweiten Weltkrieg 6 Gefallene. —
Jürgendorf war bis 1796 ein Gut von ca. 500 Morgen Land. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde es 1796 aufgesiedelt. Die Grundstückgröße der 4 Bauern betrug ca. 58, 72, 92 und 80 Morgen, der 16 Kleinlandwirte und Handwerker von ca. 6—30 Morgen. Durch Kauf und Erbschaft waren Anfang des Krieges 1939 vier Grundstücke, Jeske und Korbjuhn an Kludszuweit, Gröchel an Didwiszus, Mahl an Konrad, angeschlossen.
Gefallen sind im Zweiten Weltkrieg: Paul Hoffmann, Fritz Hoffmann, Helmut Brommbach, Bruno Konrad, Helmut Sticklies und Otto Oberüber. Verschleppt wurde Heinrich Oberüber.
Die 3 Bauern Hoffmann, Brommbach und Sticklies sind nach dem Kriege verstorben, ferner Nehrkorn und Frau, Fel. Lengling, Frau Hoffmann, Frau Mooslehner, Herr und Frau Konrad, Karl Konrad, Max Hoffmann, Franz Honig.
Die anderen Einwohner sind in alle Winde verstreut.

(Fragebogen ausgefüllt von Gustav Diedrigkeit, heute in 2807 Achim über Bremen, Buchenstraße 10).