Kleehagen
Kleehagen
(Guddatschen), mit Gut Steinsruh (Groß-Cannapinnen, Groß-Kannapinnen) und Krug Steinsruh (Krug Groß-Cannapinnen, Krug Groß-Kannapinnen):
1925 in Guddatschen: Außer dem Lehrer i. R. Lindenblatt und Lehrer Franz Nolde noch eine Lehrerin Herta Klein. 6 Besitzer, 2 Kätner, 1 Schmied, 1 Zimmermann, 1 Melker, 1 Melkerin, 1 Maurer, 1 Schlosser. —Im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen ein Lageplan vom Ortsteil Steinsruh (Groß-Cannapinnen), mit Einzeichnung sämtlicher Gebäude wie Scheunen, Ställe, Wohnhaus und Insthäuser.
Die Pferdezucht war neben der Viehzucht erstrangig. Remonten wurden auf eigenem Remontemarkt in Blecken der Remontierungs-Kommission zum Verkauf gestellt. Die Viehzucht war auf Milcherzeugung, Bullen- und Sterken-Verkauf auf der Insterburger Auktion der Ostpreußischen Herdbuchgesellschaft zugeschnitten. —
Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914—18 wurde in Groß-Cannapinnen ein Brennereibetrieb unterhalten. Auf Befehl wurden im letzten Kriegsjahr sämtliche Buntmetalle der Brennerei-Einrichtung entnommen, sie sollten dem bitterbösen Kriegshandwerk bessere Dienste leisten. Dieser Erwerbszweig kam zum Erliegen und wurde nach Kriegsende nicht mehr aufgenommen. Aus Empörung über diese Maßnahmen verkaufte mein Vater das Brennrecht. Im 4 Morgen großen Obstgarten stand eine Eiche mit 4,10 m Umfang und 25—30 m Kronendurchmesser. Dieser Baum stand unter Naturschutz.
