Übersicht – Quelle: Gumbinnen von Dr. Grenz

Kleinpreußenwald

(Klein-Berschkurren): Kirchspiel Gerwen (Gerwischkehmen). Amtsbezirk und Standesamtsbezirk Gerwen (Gerwischkehmen). — E.: 185. GH.: 840— RM. G.: 361 ha. —

Einklassige Volksschule, letztes Schulhaus vor 1914 erbaut. Nach Stellenausschreibung in der LZ vom 23.9.1898 zum 1.10.1898 wird der alleinige Lehrer dotiert mit 900 Mark, 100 Mark Alterszulage und Wohnung im Werte von 150 Mark. 1925: Lehrer Otto Tauchel, der auch 1937 im Amte ist und lt. OF bis zur Vertreibung. —
1937: Bürgermeister Bauer Franz Pest (lt. OF bis zur Vertreibung im Amt). —
Post: Gerwischkehmen über Gumbinnen (8 km). —
Landwirte: Erich Bendrat, Wilhelm Bendrat, Bruno Brusberg, Gustav Brusberg, Johann Brusberg, Max Ehmer, Fritz Eidt, Johann Eidt, Franz Engelhardt, Alfred Eske, Friedrich Eske, Fritz Eske, Landwirt und Gastwirt Gustav Eske, Franz Girod, Heinrich Girod, Minna Girod (Landwirtin), August Köhler, Emil Köhler, Gustav König, Wilhelm König, Johann Kreuzahler, Max Mischkat, Wilhelm Mischkat, Kurt Neumann, Otto Neumann, Richard Neusitzer, Artur Perrey, Franz Pest, Otto Pest, Fritz Petruschkat, Fritz Pritzkoleit, Franz Ragowski, Friedrich Ragowski I u. II, Gustav Ragowski, Karl Rogat. —
Handwerker: Schneider Otto Bodenbinder, Schneiderin Emma Ehmer, Maurer und Besitzer Eduard Kühn, Steinsetzer Bruno Ludwig, Steinsetzer Karl Ludwig, Tischler Willi Paukstadt, Stellmachergeselle Gottlieb Radau, Schuhmachergeselle Gustav Radau jun., Schmiedemeister Emil Schober. —
Ferner: Gastwirt und Landwirt Gustav Eske, Stütze Lina Liehr, Knecht Albrecht Matzat; Arbeiter: Friedrich Gallinat, Fritz Karhof, Wilhelm Kepalies, Franz Klein, Emil König, Gottlieb Theophil, Willi Thielert, Friedrich Tonnecker, Emil Wunderlich. —
Sozialstatus: 6 Witwen, 3 berufslose Frauen, 1 Altsitzer, 4 Altsitzerinnen, 2 Rentenempfänger. —
1925: 1 Lehrer, 27 Besitzer (davon Eduard Kühn gleichzeitig Maurer), 1 Gastwirt (Gustav Eske), 1 Schmied (Fritz Schober), 1 Schneider (Friedrich Kasper), 1 Zimmerpolier Franz Broszat. —
Im Archiv der Kreisgemeinschaft Gumbinnen 2 Ortsfragebogen (OF), 1 Beiblatt und 1 Gemarkungsplan ohne Eintragung der Anwesen.
Der Ort lag an der Pissa (Roßbach).
Zuständige Polizeistation in Zweilinden (Stannaitschen).
1 Gastwirtschaft Eske, kein Kaufladen.
4 selbständige Handwerker: Schmied Schober, Stellmacher Radau, Maurer Bendrat, Zimmermann Eske.
22 Bauernhöfe: König, Köhler, Eske, Bendrat, Kreuzahler, Ehmer, Albat, Brusberg, Masekowitz, Rogat, Perrey, Neumann, Pest, Ragowski (Gustav), Ragowski (Franz), Ragowski (Fritz), Petruschkat, Neusesser, Eid, Prietschkoleit, Schober, Engelhardt. —
Am Ort eine sagenumwobene Schwedenschanze. —
Verkehrslage: Buslinie zur Kreisstadt. —
Im Ersten Weltkrieg 7 Gefallene, im Zweiten Weltkrieg 10.   —

Der 2. OF nennt im Unterschied zum ersten als letzten Bürgermeister Bruno Brusberg.