Übersicht – Quelle: Gumbinnen von Dr. Grenz

Weidengrund

(Judzuhnen) mit Alt-Grünwalde: Kirchspiel Amtshagen (Szirgupönen). Amtsbezirk und Standesamtsbezirk Amtshagen (Szirgupönen). E.: 266. GH.: 920,— RM. G.: 576 ha. —
Zeitweilig eigene Schule, zuletzt (mindestens seit 1932) eingeschult nach Jägersfreude Ostpr. (Sodinehlen).
1937: Bürgermeister: Bauer Joh. Weber. —
Post: Augstupönen über Gumbinnen (11 km). —
Landwirte: Albert Backschies, August Backschies, Berta Backschies, Gustav Backschies, Marta Backschies, Otto Backschies, Rudolf Backschies, Otto Baltruschat, Wilhelm Bendig, Hans Brombach, Friedrich Eske, Fritz Eske (Landwirtsohn), Marta Krakies, Willi Krakies, Julius Rau, Fritz Sklomeit, Otto Sklomeit. —
Mitbesitzerin Anna Backschies, Mitbesitzerin Elise Krakies. —
Besitzersohn Willi Bendig. —
Bauer Rudolf Görgens. —
Kätner und Kriegsinvalide Emil Milkereit. — Kätner Wilhelm Niederstraßer, Kätner Albert Stubel, Julius Wannagat und Kätnerin und Witwe Auguste Warstat—
Wirtsch.-Gehilfe Gustav Paulischkies. —
Bauer und Bürgermeister Hans Weber. —
Freiarbeiter und Siedler Franz Braun, Franz Balschukat und Wilhelm Zick. —
Handwerker: Schmied Franz Launen. —
Melker Franz Bursdat. —
Deputanten: Franz Gindler. —
Instmann Karl Schnell. —
Arbeiter: Otto Augustat, Gustav Burat, Hermann Dumont (Freiarbeiter), Karl Milkau, Franz Plickert, Otto Schwarz, August Wallat. —
Hausangestellte Auguste Führer. —
Sozialstatus: 1 Rentnerin, 5 Witwen, 1 Altsitzer, 1 Altsitzerin, 1 Rentner, 1 Rentenempfänger, 1 Kriegsinvalide. —
Im Ortsteil Alt-Grünwalde 1937:
Landwirt Bruno Schawaller, Landwirtswitwe Helene Schawaller, Obermelker Ernst Böhm, Schmied Friedrich Gnadt, Remontewärter Heinrich Karalus, Wirtin Anna Kossak, Kutscher und Kraftwagenführer Fritz Szardin, Schachtmeister Franz Zeis. —
Hofgänger Friedrich Szardin. —
Deputant August Weber und Otto Höchst. —
Arbeiter: Fritz Atrott, August Brost, Friedrich Frenkel, Heinrich Frenkel, Vorarbeiter Otto Frenkel, Franz Petz (Landarbeiter), Fritz Petz (Landarbeiter), Fritz Schäfer, August Schwoy (Landarbeiter), Franz Schwoy, Johann Schwoy, Fritz Weber. —
Sozialstatus: 1 Rentenempfänger, 3 Rentenempfängerinnen, 1 Witwe, 1 Landwirtswitwe. —
1925 – Jodzuhnen:
Gutsbesitzer Bruno Schwaller, Inspektor Christian Grigull, Wirtin Minna Augslat, 2 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Lehrer (Otto Führer), 15 Besitzer (darunter Gemeindevorsteher Julius Rau), 1 Gastwirt (Christoph Backschies), Maschinenbauerei und Schmiede Fritz Weller, 1 Oberpostassistent a. D. Friedrich Backschies, 1 Maurer, 1 Zimmermann, 15 Instleute, 1 Schweizer, 1 Unterschweizer, 1 Stütze, 1 Wirtin. —
Ausschnitt aus einer Gumbinner Tageszeitung, betreffend den 20. August 1922, Original im Besitz der Frau des verstorbenen Landrats Walther, Frau Gerda Walther-Marburg:

„Jodzuhnen. Krieger-Denkmals-Einweihung. Am Sonntag, den 20. August, weihte die Gemeinde Jodzuhnen das Denkmal ein, das sie den auf ihrem Friedhof bestatteten Gefallenen vom 20. August 1914 gesetzt hat. Um 3 Uhr nachmittags wurde die Feier durch das Lied: „Ich hatt‘ einen Kameraden“ eröffnet, das in getragener Melodie von den Mitgliedern des Jodzuhner Sportvereins gesungen wurde. Darauf begrüßte Herr Gemeindevorsteher Rau die zahlreich Erschienenen, insbesondere die Vertreter der Behörden und der Vereine und würdigte die Bedeutung des Denkmals. Nach dem gemeinsam gesungenen Liede: „Wo findet die Seele die Heimat der Ruh“ ergriff Herr Pfarrer Wriedt – Szirgupönen das Wort zur Weiherede, der er den Text zugrunde legte: „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde“. Er entrollte ein lebendiges Bild der Zeit vom 20. August 1914 bis wieder 20. August 1922 und gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Blut der Helden nicht umsonst geflossen sein wird, wenn wir Gottes Walten zu unserem Besten daraus erkennen wollten. Nachdem die Weihe vollzogen war, wurden eine Anzahl Kränze am Fuße des Denkmals niedergelegt; darunter von Herrn Landrat Walther, der persönlich bei der Feier zugegen war, ein Kranz für den Kreis Gumbinnen und je ein Kranz von Vertretern des Kriegervereins Szirgupönen und des Sportvereins Jodzuhnen. Darauf sang die Schule Sodinehlen das Lied: „Ich hab mich ergeben“, womit die schlichte, würdige Feier ihren Abschluß fand.“