Matthias Christoph, geb. 1685, gest. 1734, wurde nach der Gründung der Kriegs- und Domänenkammer Präsident des Litauischen Departements, stammt aus der Mark Brandenburg. Friedrich Wilhelm I. vertraute ihm die Einrichtung der litauischen Deputation an, die schließlich 1724 in Gumbinnen ihren Sitz fand. Was in Litauen volkswirtschaftlich und bevölkerungspolitisch von jetzt ab geschah, ist zum großen Teil v. Bredows Werk. Für ganz Preußen war von Bedeutung, dass auf seine energischen Vorstellungen hin die von Görne betriebene Administration der Domänen zugunsten der Verpachtung verfiel. Seine Verdienste erkannte der König an, indem er ihn 1726 zum Wirkl. Geh. Etats- und Kriegsrat bestellte und ihm einen Sitz in der Preuß. Regierung einräumte. Als er im 49. Lebensjahre starb, schrieb der König an den ersten Kammerpräsidenten von Lesgewand: „Ich habe einen treuen und großen Minister und Ihr einen ehrlichen und fleißigen Gehülfen und Freund an ihm ver­loren.“