Reinhold, Regierungs-Rat und 1. Direktor des Friedrichsgymnasiums zu Gumbinnen, geb. 1764 im Kreise Marienburg, gest. 1821 in Gumbinnen. Gegen Ende seiner Laufbahn im Jahre 1808 wurde er als Kgl. Schulrat und Mitglied des in Gumbinnen neu gegründeten Konsistoriums für Kirchen- und Schulsachen und zu­gleich zum Rektor der Gumbinner Friedrichsschule (Lateinschule) ernannt, die bald darauf als Kgl. Provinzialschule anerkannt wurde. 1810 wurde er Regierungsrat, 1812 der erste Direktor der zum Gymnasium erhobenen Friedrichsschule. Im Jahre 1811 gab er den Anstoß zur Begründung der Gumbinner Cecilienschule, der ältesten höheren Mädchenschule Ostpreußens. Auf C. geht übrigens auch der Titel Oberlehrer zurück, der erst im 20. Jahrhundert durch den Titel Studienrat abgelöst wurde. Schriften zur Reform des Schulwesens finden sich in den Programmen der Gumbinner Friedrichsschule von 1809, 1810, 1813, 1814, 1815 und 1817. In seinen letzten Le­bensjahren hatte er unter schwerer Krankheit zu leiden.