Friedrich Karl August, geb. 05.03.1805 in Königsberg, gest. am 27.08.1884 in Gumbinnen; sein Vater war Stadtpolizeikommissar von Königsberg. Er war Jurist und Philologe, 1829—1845 Lehrer am Gymnasium in Lyck, 1845—1854 Direk­tor des Progymnasiums in Hohenstein, 1854—1876 Professor am Gymnasium in Gumbinnen. Er war dichterisch veranlagt und hoch musikalisch. Die Schönheit der masurischen Landschaft veranlasste ihn, u. a. 5 Masurenlieder zu verfassen und zu vertonen. Unter ihnen war das Leid „Wild flutet der See“, das ursprünglich „Des Masuren Wanderlied“ hieß, das bekannteste; es ist das Nationallied der Deutschen in Masuren geworden. Er betätigte sich auch sportlich: Turnen, Schwimmen, Schlitt­schuhlaufen, Fechten und war ausgezeichneter Jäger und Schütze. In Lötzen ist ihm 1915 ein Denkmal gesetzt worden. Die Urschrift des Liedes „Wild flutet der See“ wurde in der vaterländischen Gedenkhalle in Lötzen aufbewahrt. In Lyck stand eine Dewischeit-Birke mit Gedenktafel.